living, without knowledge what life is, is that living? (Pessoa)
Wer so fragt, lebt zwar, weiß aber aus dem bloßen am Lebensein nicht schon abzuleiten, was Leben als Leben eigentlich ausmacht. Darauf hin nämlich befragt sich, wer wissen will, was Leben ist oder bedeutet. Haben aber nicht zahlreiche Philosophien eine konkrete Antwort auf diese Frage zu geben versucht? Und ergibt sich nicht daraus ganz von selbst, warum es sich lohnen könnte, sich mit Philosophie abzugeben? Nach passenden Antworten muss man nicht lange suchen. Die Philosophiegeschichte liefert sie reichlich, in verwirrend großer Zahl und so, dass man ganz vergeblich versuchen wird, sie gewissermaßen auf einen Nenner zu bringen. ...
Schon das ist paradox und gibt Rätsel auf: wie sollte es überhaupt etwas geben können, das nicht als Teil eines oder des Ganzen zu denken wäre? Ist das überhaupt möglich? Und wäre es nicht die Aufgabe der Philosophien gerade solche Relationen Teil/Ganzes, Fragment/System usw. zu bedenken, um uns darüber aufzuklären, wie es um uns selbst im Ganzen bestellt ist?
Lernt man das Leben (bis hin zum Sterben) überhaupt? Jeden Tag wird es doch gleichsam aufgeführt, ohne dass man eine Probe machen könnte. Jeder Versuch ist schon der unwiederholbare Ernstfall. Das schiere Am Leben sein verurteilt sozusagen dazu, da es unvermeidlich, von Anfang an und bis zum Ende, die Form eines irreversiblen Ablaufs annimmmt. ... Burkhard Liebsch: Vom Leben zur Philosophie (und wieder zurück), in Scheidewege Nr.. 40 S. 225f
This, your photo, makes me remember ewenings at the pub where I lived I can remember the smell and hear the sounds a very strong picturetelling story in its simplicity
Nice image Christiane and very thought provoking words. I fortunately do not take myself very seriously and therefore when I try to find some sense to my being here I generally opt for the idea that I must grow but without pain on those around me or even myself.
<< Der Mensch muss von Zeit zu Zeit glauben, zu wissen, warum er existiert, seine Gattung kann nicht gedeihen ohne ein periodisches Zutrauen zu dem Leben! >>
Ich schätze Nietzsche nicht sonderlich, aber er hatte wohl auch seine lichten Momente! Es ist sehr erfrischend zu sehen, dass der Künstlerkommentar auch dazu genutzt wird, den Betrachter zum Nachdenken anzuregen! Vielen Dank!
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