Heh Du ich seh Dich wie Du mich siehst dort oben alle 24 Stunden, wenn die Sonne kurz den einen Strahl wirft in die Tiefe meines Brunnenschachts
Ich seh Dich dann dort oben Deinen schwarzen Umriss gegen das grelle Licht das meine Situation beleuchtet - kurze Erkenntnis vor langer Agonie
Da stehst Du bewegungslos starrst Du herunter so höre doch wirf mir die Rettung zu ein Seil knote es fest ich komm schon rauf
So wirf doch endlich warte das Licht kommt bald dann siehst du mich wieder Mitgefühl brauch ich und Hilfe so helf mir doch
Und wieder das Licht der Blick sekundenkurz fällt auf die glatte Oberfäche des kühlen Wassers dort unten im Loch
Inspiriert von Haruki Marukami, Mister Aufziehvogel Einem Foto von Noel Quidu
Und dem Text von Durs Grünbein, der karthesische Taucher:
Descartes faßt, nachdem ihm aufgefallen ist, dass die gleichen Vorstellungen, die er im Wachzustand hat, ihn auch im Schlaf heimsuchen, den Entschluss zu einer Fiktion. Fortan will er so tun, als sei nichts, was ihm in den Kopf kam, wahrer als die Trugbilder seiner Träume. Aber ist dies nicht auch die Maxime, nach der jeder halbwegs konsequente Künstler verfährt? In beiden Fällen geht es um denselben Akt der Bewusstwerdung, um einen Salto mortale, bei dem als letzte Gewissheit nur dieses Ich zurückbleibt, das durch alle Sinnestäuschungen hindurch unbeirrbar am Denken festhält. Descartes gesteht sich den doppelten Boden offen ein, wenn er sagt: `Wie lange aber bin ich? Nun, solange ich denke.´ Kein Dichter, der das nicht von sich sagen könnte. Mit einer minimalen Abwandlung freilich: `Wie lange bin ich? Solange ich imaginiere.´" S. 90
have you read Harakuri Murakami? There's a story about someone, who was in the same situation... and I played a little bit with his words... what about climbing to the ground to the mirror of the light...probably water reflections...
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