dedicated to menoevil

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Kekule träumt die große Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt, die träumende Schlange, die die Welt umschlingt. Doch welche Niedrigkeit, welcher Zynismus wird sich diesen Traum zunutze machen. Die Schlange, die verkündet: "Die Welt ist ein geschlossenes Ding, zyklisch, in sich schwingend, ewig wiederkehrend", sie wird ausgeliefert an ein System, dessen einzige erklärte Absicht darin besteht, diesen Kreislauf zu sprengen. Es nimmt und gibt nie zurück, es proklamiert ein ständiges Wachstum von "Produktivität" und "Einkommen" mit der Zeit, es entzieht dem Rest der Welt ungeheuerliche Mengen von Energie, nur um seine winzige, zu allem entschlossene Fraktion in der Gewinnzone zu halten: und nicht allein der größte Teil der Menschheit - der größte Teil der Welt, der Tiere, Pflanzen, Mineralien, wird dabei in Wüstenei verwandelt. Das System mag begreifen, vielleicht auch nicht, dass es sich nichts kauft als Zeit. Und dass Zeit zunächst nichts weiter ist als eine künstliche Ressource, für nichts und niemanden von Wert als nur für das System, das sich früher oder später selbst zu Tode stürzen muss, schuldlose Seelen aus allen Lebensstufen mich sich reißend, sobald seine Sucht nach Energie so groß geworden ist, dass der Rest der Welt sie nicht mehr zu befriedigen vermag. Innerhalb dieses Systems zu leben ist wie eine Überlandfahrt in einem Bus, der von einem Wahnsinnigen gesterut wird, der seinen Selbstmord plant.... obwohl er ein netter Kerl ist und ständig Witze über den Lautsprecher läßt...
Thomas Pynchon, Die Enden der Parabel, S. 644f
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